Expertengespräch: Umsetzung des Mammographie-Screenings in Deutschland
Mammographie-Screenings in Deutschland
Expertengespräch: Umsetzung des Mammographie-Screenings in Deutschland Am 5. Juli 2007 fand das zweite Expertengespräch „Umsetzung des Mammographie-Screenings in Deutschland" statt. Ziel war es, alle Umsetzungsschritte und Evaluationsergebnisse des flächendeckenden Screening-Programms in Deutschland transparent zu machen und qualitativ zu bewerten.
Patientinneninitiativen, Selbsthilfeeinrichtungen und Fachverbände wenden sich in diesem Monat mit zahlreichen Aktionen zum Thema Brustkrebs an die Öffentlichkeit und insbesondere an die Frauen. "Es bedarf weiterer Anstrengungen, um die Krankheit zu bekämpfen und zur Enttabuisierung beizutragen", betont Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Seit Mitte der 90er Jahre geht die Brustkrebssterblichkeit zurück. Dennoch gibt es derzeit jährlich etwa 47.500 Brustkrebsneuerkrankungen, knapp 18.000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs. "Frauen über 50 Jahre sind überdurchschnittlich betroffen", erinnert die Ministerin.
"Um so dringlicher ist es, dass die begonnene flächendeckende Einführung des qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zur Brustkrebsfrüherkennung durch die gemeinsame Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen in Kooperation mit den Ländern weiter vorangetrieben wird. Daneben bleiben nach wie vor die Selbstuntersuchung der Brust sowie die ärztliche Tastuntersuchung bei der Früherkennung von Brustkrebs wichtig. Nur knapp die Hälfte der Frauen nimmt die Angebote der gesetzlichen Krebsfrüherkennung wahr. Hier bedarf es weiterer gemeinsamer Anstrengungen um die Frauen stärker als bisher zur Teilnahme zu motivieren."
Mit den qualitätsgesicherten Behandlungsprogrammen (DMP) für Brustkrebs ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung bei einer Brustkrebserkrankung getan. Auch durch die Behandlung in den zahlreichen zertifizierten Brustkrebszentren, die besonderen Qualitätsanforderungen genügen müssen, sind weitere Verbesserungen zu erwarten.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Inzwischen sind über 22.000 Frauen in Disease Management Programme für Brustkrebs eingeschrieben und profitieren so von der in den Programmen geförderten Zusammenarbeit der Ärztinnen und Ärzte, den verbesserten Behandlungsabläufen und einer qualitätsgesicherten, evidenzbasierten Behandlung. Unsere rechtlichen Vorgaben werden kontinuierlich aktualisiert.
Mit unserer neuen Rechtsverordnung (14. Änderungsverordnung zur Risikostruktur-Ausgleichsverordnung) stellen wir sicher, dass die Behandlung der Patientinnen mit Brustkrebs in den strukturierten Behandlungsprogrammen weiterhin dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft entspricht."
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