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Hepatitis Gefahren rechtzeitig erkennen und vorbeugen


Testen und Behandeln bei Hepatitis

Zum Welt-Hepatitis-Tag am 1. Oktober erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing:

Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass 67 % aller Substituierten mit einer chronischen Hepatitis C infiziert sind. Das entspricht bundesweit etwa 44.000 Personen.

Sabine Bätzing:

„Drogenkonsumenten sind besonders gefährdet, sich mit Hepatitis anzustecken. Das gilt besonders für Hepatitis C. Die Infektion kann beispielsweise durch das gemeinsame Benutzen von Spritzen beim Heroinkonsum erfolgen. Gefahr besteht aber auch durch ein gemeinsam verwendetes Röhrchen beim Kokainschnupfen. Auch Piercing oder Tätowierungen gelten als Infektionsursachen. Wir müssen deshalb die bestehenden guten Präventionsstrategien noch weiter verbessern." „Inzwischen gilt auch eine chronische Hepatitis C als gut behandelbare Krankheit mit einer hohen Chance auf vollständige Heilung. Modellversuche haben gezeigt, dass diese Erfolge auch bei Substituierten und Drogenabhängigen erzielt werden können. Europaweit stehen wir allerdings vor dem Problem, dass zu selten auf Hepatitis C getestet wird und noch seltener eine Behandlung erfolgt. Dabei entwickelt sich bei etwa 30 % der Personen, die an einer chronischen Hepatitis C erkrankt sind, in den Folgejahren eine Leberzirrhose. Damit sind viel persönliches Leid und hohe Behandlungskosten verbunden, die durch eine rechtzeitige Behandlung vermieden werden können."

Hepatitis? Lass Dich testen!" Dem Motto des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tags schließt sich deshalb die Drogenbeauftragte der Bundesregierung an. „Besonders Drogenkonsumenten und Substituierte sollten sich frühzeitig testen und über die Behandlungsmöglichkeiten informieren lassen", fordert Sabine Bätzing die Betroffenen auf. Auch der aktuelle Bericht zur EU-Ratsempfehlung von 2003 zur „Prävention und der Reduzierung von Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit Drogenabhängigkeit" empfiehlt, dass Behandlungen aktiv angeregt werden und von medizinischen Fachkräften, von Ehrenamtlichen in den Gemeinden oder von einem beteiligten Familienmitglied unterstützt werden sollen.


 
 


 


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